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aktuell November - 5 Pferde - tägliche Grundversorgung ca. 90 Minuten Wie alle Jahre ist der Spätherbst, bevor er dann zum Winter wird, die Jahreszeit, in der Überlegungen in Richtung Vollpensionseinsteller zu sein durch meinen Kopf zucken... Aber stets nur bis zu dem Moment, wo ich die Truppe einträchtig am anderen Ende der Weide stehen sehe - wissend, dass nur ich mit der matschigen Treibgasse dort hin hadere. Oder wenn ich abends das Licht gelöscht habe und noch inne halte, um das gleichmäßige Geräusch der Heu malmenden Pferdezähne zu geniessen. Oder wenn ich sehe, dass in der Umgebung lange der Weidegang eingestellt wurde, zur Schonung des Bodens und zum Leidwesen der gelangweilten Insassen... DANN weiss ich wieder, dass es nur der richtigen Kleidung bedarf, des richtigen Zeitmanagements und einer vernünftigen Beleuchtung, damit auch diese Jahreshälfte "paradiesisch" ist. Ein aufregender Sommer geht für uns zu Ende - da kommt nun eine ruhigere Phase gerade recht. Die Herde hatte nach dem Zuzug von Fidaro im Mai inzwischen sehr schön und harmonisch zusammen gefunden, Freundschaften waren entstanden und ein tragfähiger Waffenstillstand zwischen den beiden Großpferdewallachen geschlossen. Es war ein Zustand erreicht, wo alle Beteiligten einfach gerne miteinander waren, Pferde, Menschen, Hunde - so schön könnt´s sein... Fidaro jagte uns dann Anfang Oktober einen gehörigen Schreck ein, nachdem er schon einige Zeit sichtbar abgebaut hatte, bei einer deshalb eingeleiteten Untersuchung bereits Magengeschwüre und eine Dickdarmentzündung diagnostiziert worden waren und sich in Behandlung befanden, entwickelte er eines Tages eine zunächst "still" verlaufende Kolik, welche wegen einer verlagerten Darmschlinge schliesslich auf den OP Tisch der nahegelgenen Klinik endete. Dem geduldigen Durchhaltevermögen seiner Besitzerin, der ausserordentlich umsichtigen Arbeit aller beteiligten Tierärzte und Assistentinnen und natürlich zum allergrössten Teil dem unbändigen Lebenswillen des Pferdes ist es zu verdanken, dass Fidaro (entgegen der ersten Prognosen) überlebt hat nach seinem Klinikaufenthalt nur fünf Wochen nach seiner Kolik Operation bereits wieder in "seine" Herde "re"integriert werden konnte! Wir müssen nun in Sachen Kraftfutter ein paar Dinge bachten, die aber relativ problemlos umsetzbar sind. Um die 24h Heu sicher zu stellen, gibt es nun neben den vier Heutrögen, die morgens und abends befüllt werden, zwei weitere XXL Netze, die eigentlich nie leer werden. Der Paddock wurde mit einer neuen Fuhre Sand winterfreundlich gerichtet, der Liegebereich ist bereits eingestreut und wir warten nun auf den ersten (hoffentlich reichlichen) Schnee in diesem Winter!
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