Die ersten Schritte


Im Sommer 2006 war es soweit, die Idee des eigenen Offenstalls nahm nach und nach Gestalt an und immer ernsthafter und gewissenhafter wurden Fragen gestellt, Wünsche geäussert und wieder verworfen, Antworten gelistet.

Das "vorhandene" (ein Schuppen 4,5 mal 8 Meter, daran anschliessend eine kleine gemauerte Kammer, 1 grosse, überdachte Heuraufe, (zunächst) 1 ha arrondierte Koppel, Strom und Wasseranschluss) wurde hinsichtlich notwendiger Veränderungen untersucht,  immer wieder fleissig recheriert und nach Erfahrungswerten gefahndet. (Im Laufe der Verhandlungen stehen nun zusätzlich weitere insgesamt 8 ha Weiden zur Verfügung, die zum grossen Teil von uns eingezäunt werden/wurden...)

Grundsätzlich zu klären war natürlich:

  • Wasserversorgung (frostsicher)?
  • Platzbedarf für max. 5 Pferde?
  • Fressplätze (Heu und Kraftfutter)?
  • Mistlagerung (Entsorgung)?
  • Heu/Späne Lagerung?
  • Haferlagerung?
  • Logisitk (Heu, Einstreu, Hafer - welche Mengen - woher?)
  • Heu tauchen mit möglichst wenig Aufwand?
  • weitere Möglichkeiten der staubarmen Einstreu?

Schnell wurde klar, dass ohne bauliche Veränderungen keine vernünftige Lösung möglich wäre.

Wieviele weitere Verbesserungen und Veränderungen im Laufe der Zeit noch auf uns zu kommen würden, konnten wir zu dem Zeitpunkt nicht mal ahnen...

 In Bildern:

Das war "vorher" - eine kleine zufriedene Rentnergruppe, die hier einen beschaulichen Alterssitz hatte. Nachdem sowohl der Esel, als auch die kleine Schimmelstute vom Schecki überlebt worden waren, bot sich die Möglichkeit, hier etwas "neues" entstehen zu lassen:

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Der Paddock bekommt eine Drainage und neue Tretschicht:

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Schon mal testen...

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Die Bodenplatte ist betoniert:

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Bereits eine Woche später steht der Anbau, dieTrennwand zum Heu/Spänelager fehlt noch

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Kurz nach dem Einzug der ersten Pferde:

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Die Fressplätze sind verteilt:

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Das Schutz- und Rückzugseck für den kleinen Senior:

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Wichtig war von Anfang an, dass der Aufwand für die Grundversorgung der Pferde von ein bis zwei Personen geleistet werden kann (welche zum Broterwerb in einem pferdefremden Vollzeitarbeitsverhältnis stehen...) -  im Zweifels(not)fall auch von einer Person...

Die Nähe zwischen Wohnort der Vier- und dazugehörigen Zweibeiner erleichtert dies nicht unwesentlich.

Was MUSS täglich gemacht werden?

  • 2 mal tägl. getauchtes Heu (VOR dem Kraftfutter)
  • 2 mal tägl. Kraftfutter
  • ständig Wasser
  • abmisten von Unterstand und Paddock
  • Koppelgang (Pferde raus und rein bringen)

Was kann/muss wöchentlich erledigt werden?

  • gründliches Ausmisten
  • Mistentsorgen
  • einstreuen
  • Nebenräume säubern (Futter/Sattelkammer)

Die Wasserversorgung ist dank beheizbarem Tränkebecken als erstes abgehakt.

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Kraftfutter sollen sie 2 mal täglich bekommen, individuelle Menge erfordert Anwesenheit des Bodenpersonals bei der Fütterung. Zunächst werden alle Pferde zur Fütterung angebunden, sehr schnell spielte sich jedoch ein, dass die "schnelleren" Fresser anschliessend ans Stroh (in der grossen Raufe) gehen und nicht den Kollegen vom Trog vertreiben.

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Heu sollen sie (in der "ohne Gras Saison") reichlich und eigentlich dauerhaft zur Verfügung haben. Es könnte sich schwierig gestalten, da ausschliesslich getauchtes Heu zum Einsatz kommen darf, die Fresszeiten einerseits lang genug zu halten, andererseits eine (noch) vertretbare Menge Heu vorzulegen, welche nicht nach 2 Stunden bereits "vernichtet" ist... Aber zunächst besteht das Problem noch nicht, es ist ja noch Koppelsaison...

Zunächst sieht es also so aus, dass morgens Heu vorgelegt wird (lose auf dem Boden - ein Haufen mehr als Anzahl der Pferde) - nach ca. 30 Minuten (die man zum abmisten nutzt) das Kraftfutter in die Tröge kommt und anschliessend die Pferde auf die Koppel gebracht werden, wo sie ja (noch) genug Gras finden.

Suboptimale Heufütterung:

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Abends wird ebenfalls erst Heu gefüttert, dann Kraftfutter, so dass jedoch leider um 21 Uhr kein Heu mehr da ist. Also gehen wir (vorübergehend) dazu über, spät am Abend noch mal nachzulegen, was unsere Pferde mit einer sichtbaren Gewichtszunehme quittieren - also suboptimal, diese Lösung...

Die erste Idee ist, die Koppel und den Stallbereich dauerhaft zu verbinden und damit 24 Stunden Entscheidungsfreiheit zu ermöglichen... Dies wird mittels einer (ständig geöffneten) Treibgasse in die Tat umgesetzt. Weiterer Vorteil: Die Wasserversorgung auf der Koppel fällt weg, wer Durst hat, muss sich nur auf den Weg in den Stall machen...

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Das Pferde raus und rein bringen entfällt auch, erfreulich ist weiterhin, dass weniger im Paddock gemistet wird, insgesamt also eine Zeitersparnis für Mensch und Erhöhung der Lebensqualität fürs Pferd...

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Die weitere Entwicklung findet Ihr unter "Details"

 

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